Wissenswertes über die Insel Helgoland

 

Helgoland, auch Deät Lun (Helgoländer Friesisch „Das Land“) genannt, ist eine Nordseeinsel in der Deutschen Bucht undi st 40km vom Festland entfernt. Die ursprünglich größere Insel zerbrach in zwei Teile. Seit dem Jahr 1721 existiert die als Düne bezeichnete Nebeninsel.

Die Inselgruppe Helgoland und Düne gehört seit 1890 zum deutschen Staatsgebiet und ist heute als amtsfreie Gemeinde Helgoland in den Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) integriert.

Auf Helgoland gelten Sonderregelungen: Die Gemeinde ist zwar Teil des deutschen Wirtschaftsgebiets, zählt aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union, noch werden deutsche Verbrauchssteuern erhoben.

Es leben knapp 1500 Personen auf Helgoland.

Die Landfläche besteht aus der rund 1 km² großen Hauptinsel sowie der etwa 0,7 km² großen Insel Düne. Helgoland liegt etwa 67 Kilometer südwestlich der Südspitze der Insel Sylt, 47 Kilometer westlich der Westküste der Halbinsel Eiderstedt, 62 Kilometer nordwestlich der Elbemündung, 57 Kilometer nordwestlich der niedersächsischen Küste bei Cuxhaven, 43 Kilometer nördlich von Wangerooge, 70 Kilometer nordöstlich von Norderney und 95 Kilometer nordöstlich von Borkum.

Die Hauptinsel gliedert sich dem Relief folgend in Oberland, Mittelland und Unterland. Sie besitzt im Süden neben der Landungsbrücke einen kleinen Sand-Badestrand und fällt im Norden, Westen und Südwesten in steilen Klippen gut 50 Meter zum Meer hin ab, das im südwestlich gelegenen Helgoländer Becken bis zu 56 m tief ist. Der Strand im Norden ist wegen der starken Strömung nicht zum Baden geeignet. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Helgolands – die Felsnadel Lange Anna.

Die Insel Düne wird als Badeinsel bzw. als eine flache Strandinsel bezeichnet. Auf ihr befindet sich auch der kleine Helgoländer Flugplatz neben dem Campingplatz und einem alten sowie neuen Bungalowdorf.

Helgoland ist ein staatlich anerkanntes Seeheilbad. Touristen stehen etwa 2200 Betten in Privatquartieren, Pensionen und Hotels zur Verfügung.

Die der Hauptinsel vorgelagerte und per Fähre zu erreichende Düne ist bevorzugtes Ziel derjenigen Urlauber, die nicht nur als Tagestouristen auf Helgoland verweilen und sich vor dem täglichen Touristenandrang dorthin zurückziehen. Auf der Düne teilen sich die Badegäste an manchen Tagen den Strand mit einigen Seehunden und Kegelrobben, die ihre Scheu gegenüber Menschen weitgehend abgelegt haben.

 

Schutzgebiete:

Die Meeresgebiete, die direkt nordwestlich über westlich bis südlich der Hauptinsel Helgoland liegen, und jene, die sich unmittelbar nordnordwestlich über östlich bis südlich der Nebeninsel Düne befinden, bilden das Naturschutzgebiet (NSG) Helgoländer Felssockel. Beide Inseln gehören, abgesehen von ein paar Felsen der Steilküste der Hauptinsel, nicht zu den durch einen schmalen Meereskorridor voneinander getrennten NSG-Bereichen. Flächenmäßig ähnlich geformt ist das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Helgoland mit Helgoländer Felssockel. Es schließt Inselkleinteile – wie einige Felsen der vorgenannten Steilküste – mit ein. Beide Schutzgebiete liegen im Vogelschutzgebiet (VSG) Seevogelschutzgebiet Helgoland. Beide Inseln zählen, abgesehen von ein paar Felsen dieser Steilküste, nicht zu dem VSG-Bereichen. Im Steilküstenbereich (Hauptinsel) befindet sich das NSG Lummenfelsen der Insel Helgoland.